„Ohne Mampf kein Kampf.“ Unter diesem Motto haben Betriebsräte und ver.di die Beschäftigten der Bremer Flughafenbetriebe zu einem aktiven Schichtwechsel am 1. März aufgerufen. Die kulinarische Begleitung kam vom Foodtruck. In der Zeit von 7:30 bis 13:30 Uhr beteiligten sich insgesamt 85 Beschäftigte. Bei Bratwurst, Pommes und Kaffee fanden die Kolleg*innen Zeit für Austausch und Vernetzung. Und sie demonstrierten Bereitschaft auch weiterhin für ihre Interessen als Beschäftigte einzutreten.
Denn einiges ist los am Bremer Flughafen:
- Die Betreibergesellschaft des Bremer Flughafens will die gemeinsame Interessenvertretung der Beschäftigten aufspalten. Betriebsrat und ver.di kämpfen dagegen. Für uns gilt: ein Konzern – ein Betriebsrat.
- Bei der Bremen Airport Service GmbH (BAS) haben wir einen Tarifabschluss erzielt und wollen die Kolleg*innen über unser sehenswertes Ergebnis im direkten Gespräch informieren
- Bei der Flughafenfeuerwehr dauern Tarifverhandlungen an.
- Der bundesweite Entgelttarifvertrag für die Luftsicherheitskräfte wird aktuell neu verhandelt. Die Kolleg*innen von DSW sind am Bremer Flughafen zuständig für die Fluggastkontrolle. ver.di fordert für ihre Mitglieder in diesem Bereich mindestens 1€ mehr die Stunde für eine Laufzeit von 12 Monaten. Zum 1. Mai steht zudem ein Betriebsübergang zum Luftsicherheitsdienstleister I-SEC an, über den Betriebsrat und ver.di die Kolleg*innen informieren.


Franz Hartmann, ver.di-Sekretär für den Konzernbetrieb des Bremer Flughafens freut sich über die rege Beteiligung. „Die Kolleg*innen haben heute die Gelegenheit genutzt, sich über ihre spezifischen Themen auszutauschen und zugleich Einigkeit demonstriert. Bei allen Unterschieden in den jeweiligen Betrieben, sind wir eine Gewerkschaft mit dem gemeinsamen Ziel guter Arbeitsbedingungen für alle. Einheit ist unsere Stärke.“
Sein Kollege Nils Wolpmann, ver.di-Sekretär für die Sicherheitskräfte in der Fluggastkontrolle ergänzt: „Mit der heutigen Aktion wollen wir den Kolleg*innen DANKE sagen für Ihr Engagement und für Ihr Arbeit, die Sie tagtäglich leisten. Höchste Zeit, dass auch die Arbeitgeber erkennen, dass gute Arbeit faire Bezahlung und Arbeitsbedingungen verdient.“
Mit Blick auf die zeitgleich in Berlin stattfindenden bundesweiten Tarifverhandlungen für die Luftsicherheit erklärt Wolpmann: „Wir senden solidarische Grüße an unsere Kolleg*innen in Leipzig, die heute in Warnstreik gegangen sind und wünschen unserer Bundestarifkommission nur das Beste für die Verhandlungen. Sollten sich die Arbeitgeber weiter zieren, werden wir auch in Bremen einen Zahn zulegen und uns bei weiteren Streikaufrufen anschließen.“