Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich, die in der Personal- und Warenkontrolle sowie der Frachtkontrolle tätig sind, zum Streik am Sonntag, dem 13. März am Flughafen Leipzig auf. Der Streik wird am Sonntag um 22:00 Uhr beginnen und am Montag um 22:00 Uhr wieder enden. Die Beschäftigten, die im Bereich Fluggastkontrolle tätig sind, sind für Montag ebenfalls zu einem ganztägigen Streik aufgerufen.

In den bisher drei Verhandlungsrunden zur Erhöhung der Entgelte für Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen konnte keine Einigung erzielt werden. ver.di verhandelt bundesweit für etwa 25.000 Branchenbeschäftigte mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Die Arbeitgeber haben zwar ein Angebot unterbreitet, das aber in den letzten Verhandlungen nicht erhöht wurde. Damit bleibt es bei dem unzureichenden Angebot aus den beiden ersten Verhandlungen, das in keiner Weise die Preisentwicklung aufgreift und Nullmonate vorsieht. Dieses Angebot hat bereits Ende Februar zu Protesten und Streiks der Beschäftigten geführt. Dies gilt neben dem unzureichenden Angebot zur Erhöhung des Lohns, insbesondere für die Angleichung der regionalen Löhne auf das höchste Niveau und die Angleichung in Ost an West.

„Vor allem die Angleichung der Löhne in Ost an das Westniveau sieht das Angebot eine Angleichung von 10 Cent pro Stunde für jeweils ein Jahr vor. Das Westniveau würde erst in 22 beziehungsweise 29 Jahren – bis 2050 – 60 Jahre nach der Einheit erreicht. die gleiche Lohnhöhe im Osten wie im Westen muss endlich zeitnah realisiert werden“, fordert ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit wird trotz der Zusage der Arbeitgeber, in dieser Tarifrunde eine zügige Anpassung vorzunehmen, nicht aufgegriffen“, so Pieper.

Die Luftsicherheitskräfte in ver.di fordern eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus soll in der Tarifrunde der Lohn für die Luftsicherheitskräfte Fracht und Personen/Warenkontrolle mit behördlicher Prüfung auf die Lohnhöhe der Luftsicherheitsassistenten (Fluggastkontrolle) nach dem Grundsatz gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit angehoben werden. Für die Luftsicherheitskräfte in der Bordkartenkontrolle, in der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Bereichen, in der Flugzeugbewachung u.a. mit Qualifizierung und bestandener Prüfung sowie in der Dokumentenkontrolle solle bundesweit das gleiche Stundenentgelt (Gleicher Lohn für gleiche Arbeit) gezahlt werden. Bisher würden diese Beschäftigten regional unterschiedlich bezahlt. Jetzt müsse das Stundenentgelt auf das höchste Entgeltniveau angeglichen werden. Auch die niedrigere Bezahlung von Sicherheitskräften beim Berufseinstieg von bis zu 24 Monaten solle abgeschafft werden. Eine solche Regelung sei angesichts des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften nicht mehr zeitgemäß.

Die Tarifverhandlungen werden am 16. und 17. März in Berlin fortgesetzt.

Für Rückfragen und vor Ort:

Stefan Hilbig, ver.di Gewerkschaftssekretär in Leipzig

Mobil: 0151 14003542

Zu den Verhandlungen:

Wolfgang Pieper, ver.di Verhandlungsführer

Mobil: 0171 225 11 89


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