© Bild: Raimund Meß

Die Tarifrunde in der Luftsicherheit startet. In der vergangenen Woche ist dafür die ver.di-Bundestarifkommission Luftsicherheit zusammengekommen und hat über die anstehenden Entgeltverhandlungen beraten.

Im Mittelpunkt stand natürlich die Frage: Wie müssen sich die Entgelte der Beschäftigten in der Luftsicherheit weiterentwickeln?

Die Tarifkommission hat sich darauf verständigt, zunächst ohne eine konkrete Prozentforderung in die Verhandlungen zu gehen. Klar ist aber: Die Entgelte sollen real steigen. Das bedeutet, dass nicht nur die Preissteigerungen ausgeglichen werden sollen, sondern bei den Beschäftigten darüber hinaus auch tatsächlich mehr im Geldbeutel ankommen soll.

Hintergrund ist auch die derzeit schwierige und sehr unterschiedliche Situation in der Branche. Während es an einigen Standorten gut läuft, gibt es in anderen Betrieben Kurzarbeit oder Personalabbau. Hinzu kommen aktuell Auswirkungen des Iran-Krieges und weniger Flüge auf einzelnen Verbindungen. Die Tarifkommission will diese Entwicklungen in den Verhandlungen berücksichtigen und auf dieser Grundlage über das weitere Vorgehen entscheiden.

Beschäftigte vor der Tarifrunde befragt

In diesem Jahr haben wir außerdem einen neuen Weg eingeschlagen: Erstmals wurde vor der Tarifrunde eine bundesweite Beschäftigtenbefragung durch 1:1 Gespräche durchgeführt. In den vergangenen Monaten haben unsere Tarifbotschafter*innen mit Kolleginnen und Kollegen an verschiedenen Standorten gesprochen.

Mehrere hundert Beschäftigte haben sich beteiligt und uns gesagt, was ihnen bei der Tarifrunde wichtig ist, wo sie ihre Schwerpunkte sehen und wie sie selbst bereit wären, sich einzubringen. Die Ergebnisse wurden der Bundestarifkommission vorgestellt und sind in die Beratungen eingeflossen.

Jetzt beginnen die Verhandlungen: Die erste Tarifverhandlung findet am Donnerstag, 10. September, statt. Bereits am 15. September folgt die zweite Verhandlungsrunde.


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